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![]() Top-Zuschläge der 106. Int. Bodensee-Kunstauktion |
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Sehr geehrte Kunstfreunde,
die Sehnsucht nach dem Schönen stand dieses Mal an allen drei Auktionstagen im Vordergrund. Top-Zuschläge erzielten kostbare Dosen ebenso wie feinste Tapisserien, exquisite Schmuckstücke oder zarte Bodenseelandschaften – mal großformatig, mal en miniature – aber durchwegs ästhetisch beglückend! Licht, freundlich und positiv sollte es sein…
Selbst die verrinnende Zeit scheint, als Stockuhr in weiblicher Gestalt, die mit den Armen die Stunden und Minuten weist, plötzlich erträglich (Ausrufnummer 1243, Limit 4.000 Euro). Die außergewöhnliche Arbeit war einem Liebhaber stolze 6.000 Euro wert.
Der museale Deckelhumpen (Ausrufnummer 1280, Limit 22.000 Euro) des Silberschmiedes David I. Schwestermüller (zwischen 1628 und 1678 in Augsburg tätig), der neben feinsten floralen Ornamenten auf seiner zylindrischen Wandung die vier Kardinalstugenden versinnbildlicht, kam - ganz entgegen der Temperantia, dafür aber dank Prudentia - für 24.000 Euro sprichwörtlich unter den Hammer.
Große Nachfrage herrschte von Beginn der Vorbesichtigung an im Sektor der hochfeinen Dosen und Vitrinenobjekte, die - allesamt aus einer Sammlung – ebenfalls sehr schöne Steigerungen erzielten. Die prachtvolle Goldtabatière mit acht Altschliffdiamanten und einer emaillierten Seelandschaft aus dem 19. Jahrhundert (Ausrufnummer 1521, Limit 8.200 Euro) kletterte auf 14.000 Euro, während die oktogonal facettierte, mit blauen Emailfeldern und der kuriosen Darstellung des Kampfes zwischen Chronos und einem kleinem Amor (Ausrufnummer 1522) sich von anfänglichen 4.900 Euro auf beträchtliche 8.000 Euro steigerte.
Bei den beiden kostbaren flandrischen Tapisserien aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erzielte die großfigurige Darstellung des Moses vor dem brennenden Dornbusch (Ausrufnummer 2192, Limit 5.000 Euro) 6.600 Euro. Wesentlich gefragter war jedoch die äußerst manieristische Bildwirkerei mit dem Drachenkampf des heiligen Georg (Ausrufnummer 2203, Limit 5.000 Euro), flankiert von zwei Geharnischten und umgeben von galanten höfischen Szenerien, die einen Zuschlagspreis von 11.600 Euro erwirkte.
Spannende Bietergefechte und eine schöne Steigerung konnten auch bei der Ausrufnummer 2212, einem klassizistischen Spiegel, beobachtet werden. Das elegante Stück aus dem Besitz des Sigmund Graf Adelmann von Adelmannsfelden war telefonisch heiß umkämpft und schraubte sich von einem Limit von 900 Euro auf 3.400 Euro.
Wenig überraschend und dennoch höchst erfreulich waren die hohen Zuschlagssummen bei der Versteigerung der Bodenseelandschaften von Hans Dieter. Seine unverkennbaren Kompositionen, die alle das Spannungsfeld eines scharf umrissenen, fast schon grafisch aufgefassten Porträts vor einem luftigen, atmosphärisch aufgelösten Landschaftshintergrund nutzen, waren den Liebhabern meist mehr als das Doppelte ihres Ausrufpreises wert. Stellvertretend sei an dieser Stelle Dieters Selbstporträt mit Narrenkappe als Seifenbläser erwähnt (Ausrufnummer 2580), das von 4.800 Euro auf 12.000 gesteigert werden konnte.
Die komplette Liste mit allen Zuschlägen ist unter www.zeller.de abrufbar. Ihre Fragen beantworten wir gerne unter +49 (0) 83 82 / 9 30 20.
Sie suchen etwas Besonderes, Exklusives oder Einzigartiges für sich oder Ihre Liebsten? Der Nachverkauf ist in Lindau noch bis Mitte Oktober möglich!
Wir freuen uns auf Ihren Besuch, wünschen Ihnen einen sonnigen Herbst und senden freundliche Grüße vom Bodensee,
Kathrin Dünser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Auktionshaus Michael Zeller
Pressenachbericht - Topzuschläge 23. bis 25. September: 106. Int. Bodensee-Kunstauktion, Auktionshaus Michael Zeller in Lindau
Top-Zuschläge der 106. Int. Bodensee-Kunstauktion
Uhren
1205 Prachtvolle Pendule in tailliertem, mit Schildpatt furniertem Gehäuse mit kunstvollen Messingeinlagen in sog. Boulle-Technik. Skulptiertes Bronzeguss-Zifferblatt mit arabischem Minutenring und Emailkartuschen mit kobaltblauen römischen Stunden. Fleurs-de-lis-Stahlzeiger. Rechteckige Messingvollplatinen, bez. „Luce à Paris“. Spindelhemmung. Fadenaufhängung des Pendels. 1/2-Stundenschlag auf Glocke über dem Werkdach. Schlossscheibe. Frankreich, Mitte 19. Jh. H 143 cm Limit 1.800 € Ergebnis 6.500 €
1243 Seltene Stockuhr in Form einer antik gewandeten weiblichen Gestalt auf prismatischem weißem Marmorsockel mit Bronze-doré-Zierelementen, mit beiden Armen Stunden und Minuten weisend. Quadratische Messingvollplatinen, obenliegendes Ankerechappement. Frankreich. 19. Jh. Limit 4.000 € Ergebnis 6.000 €
1245 Bodenstanduhr mit Musikspielwerk, Kalender und Mondphase in prismatischem, dreiseitig verglastem Holzgehäuse. 4/4-Rechenschlagwerk, Repetition. Stündliche Auslösung des Musikspielwerks. Stunden und 1/2 –Stundenschlag auf zwei Glocken. Niederlande, um 1800. H 208 cm Limit 1.200 € Ergebnis 6.500 €
Silber
1280 Außergewöhnlicher Augsburger Deckelhumpen. Getrieben, ziseliert und graviert. Mit den vier Kardinalstugenden Prudentia, Temperantia, Fortitudo und Justitia auf der zylindrischen Wandung. Deckel mit Blüten, Akanthus und eingelassenem Augsburger Taler. Meistermarke David I. Schwestermüller. Beschauzeichen Augsburg 1669-71. H 17,5 cm. 670 g. Limit 22.000 € Ergebnis 24.000 €
Dosen und Vitrinenobjekte
1521 Prachtvolle Goldtabatière à trois couleurs. Mit Zierguillochierung und Gravuren. Hochfeine Emailmalerei mit Seelandschaft als Deckelbild, umgeben von acht Altschliffbrillanten mit insgesamt ca. 1,80 ct. Monogr. B. Frankreich, 19. Jh. Limit 8.200 € Ergebnis 14.000 €
1522 Bedeutende oktogonal facettierte Gold-/Emaildose à deux couleurs. Fein ziselierte und gravierte Montierung mit Schlangen, Akanthusvasen und Zierschleife. Auf dem Deckel meisterliches Emailbild, dargestellt Gott Chronos und Amor mit Anker, betitelt „“…cela même!...“. Frankreich oder Schweiz, 19. Jh. Limit 4.900 € Ergebnis 8.000 €
Schmuck und Juwelen
1676 Diadem. Brillanten ca. 3 ct. (Getöntes Weiß, P1). Diamantrosen ca. 1 ct. Dazu Smaragdpendeloques. Fassung GG und Silber. Anfang 20. Jh. Im Originaletui: „Carrington Co. To His Majesty the King and Her Majesty Queen Alexandra. 130 Regent St. W.” Limit 4.900 € Ergebnis 4.900 €
1793 Prachtvoller Armreif im altägyptischen Stil. Skarabäus mit 2 gefassten Rubinen zwischen Horus-Schwingen in rotem und blauem Email als Aufsatz. Egyptian Revival, um 1900. Limit 3.500 € Ergebnis 3.500 €
Möbel und Einrichtung
2192 Tapisserie mit einer großfigurigen Darstellung „Moses erscheint der Engel Gottes im brennenden Dornbusch“. Barocke Bordüre mit Putti, die Früchtekörbe und –girlanden tragen. Rand fehlt. Wolle/Seide-Schuss. Fehlstellen und Ergänzungen. Auf Baumwollbahnen fachmännisch fixiert (rezent). Flandern, um 1650. 330 x 240 cm. Limit 5.000 € Ergebnis 6.600 €
2203 Tapisserie mit dem Drachenkampf des Hl. Georg. Seltene Darstellung des Drachentöters zu Fuß. Im Hintergrund höfisches Paar in Arkadenbogen. Bordüre mit Blattwerk, Blüten und Früchten. Wolle/Seide-Schuss. Fehlstellen und Ergänzungen. Auf Baumwollbahnen fachmännisch fixiert (rezent). Flandern, um 1600. 260 x 380 cm. Limit 5.000 € Ergebnis 11.400 €
2203 Klassizistischer Spiegel mit verspiegeltem Rahmen und Aufsatz. Mit Zierbeschlägen aus vergoldetem Metall. Figurenaufsätze und Vasenbekrönung. Schweden, um 1800. Provenienz Sigmund Graf Adelmann von Adelmannsfelden. Limit 900 € Ergebnis 3.400 €
Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen
2569 Hans Dieter (1881 Mannheim – 1968 Tuttlingen). Rückseitig Klebezettel mit persönlicher Beschriftung: „Bodensee, Triptychon (Kind und Hund)“. Kleines Mädchen und Cockerspaniel auf einer Blumenwiese über dem Bodensee. Öl/Hartfaser in drei Segmenten. Gesamtgröße 122 x 202 cm. R Limit 4.500 € Ergebnis 7.000 €
2571 Hans Dieter (1881 Mannheim – 1968 Tuttlingen). Signiertes Porträt einer jungen Meersburgerin mit goldener Radhaube auf einer Brüstung über dem See. Blick auf die Meersburger Unterstadt, den See und Gebirge. Öl/Ktn. 105/79,5 cm. R Limit 4.800 € Ergebnis 7.500 €
2573 Hans Dieter (1881 Mannheim – 1968 Tuttlingen). Signiertes Gemälde mit dem Titel „Ich male im Hegau“. Der Maler unter einem alten Baum auf einer Anhöhe mit weitem Blick in den Hegau. Öl/Ktn. 71,5 x 100 cm. R. Publiziert in: „Hans Dieter“, Kunst am See Nr. 14, Verlag Robert Gessler, S. 28 Limit 2.500 € Ergebnis 9.000 €
2580 Hans Dieter (1881 Mannheim – 1968 Tuttlingen). Signiertes und 1921 datiertes Selbstporträt im Profil mit Narrenkappe als Seifenbläser über dem Bodensee. Öl/Lwd. 96 x 80,5 cm. R. Abgebildet in: Hans Dieter, „Einer, der seiner Wege geht“. Verlag Stadler Konstanz, S. 77. Limit 4.800 € Ergebnis 12.000 €
Moderne Kunst
2777 Jean Cocteau (1889 Maisons-Laffitte/Essonne – 1963 Milly-la-Forêt/Seine-et-Oise). Jean Cocteaus Hände als Bronzeguß in Originalgröße. Signiert. Gießerei Richard Barth. Bronze mit grüner Patina. L 25,4 cm (B 16 cm). Limit 3.900 € Ergebnis 6.000 € |
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