107. Int. Bodensee-Kunstauktion vom 2. bis 4. Dezember 2010
 
 

 

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107. Int. Bodensee-Kunstauktion, Auktionshaus Michael Zeller

 

Vorbesichtigung:

20. bis 30. November 2010 täglich von 13 bis 18 Uhr,

Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr

 

 

 

Liebe Kunstfreunde,

 

2010 neigt sich dem Ende zu, und wir vollenden dieses erfolgreiche Auktionsjahr mit unserer Dezemberauktion, für die wir in den letzten Wochen wieder um die 3000 Kunstobjekte aller Art für Sie zusammengetragen haben.

 

Schnitzerei

“Mors certa hora incerta“ - der Tod ist uns gewiss, nur seine Stunde nicht. Diese Mahnung der ständigen Präsenz des Todes erhielt ab dem Spätmittelalter eine immer größere Bedeutung in der Gedankenwelt und somit dem Brauchtum der Menschen. Lehrhaft sollte die für den christlichen Glauben so bedeutende Vorbereitung auf den Tod und die Vergänglichkeit allen irdischen Lebens in der bildenden Kunst veranschaulicht werden. Ob in Form aufwendiger Doppeldeckergräber, Totentanzdarstellungen oder bebilderter Erbauungsschriften – das „Memento Mori“ in allen erdenklichen Ausführungen wurde zum Sinnbild einer ganzen Epoche. Als besonders beliebtes Meditationsobjekt  galt nördlich der Alpen das sog. „Tödlein“, ein seit der Renaissance bekannter „Tod en miniature“, der vor allem in höfischen Kunst- und Wunderkammern dekorativ zur Buße aufforderte. Ein um 1680 wohl in der Tiroler Gegend geschaffenes und daher besonders frühes Exempel dieser Gattung gelangt in der Dezemberauktion zum Aufruf (Ausrufnummer 2873, Limit 8.500 Euro): Ohne oktogonalem Plinthensockel des 18. Jahrhunderts nur 12,5 cm hoch, aus Birnbaumholz geschnitzt und mit einer Schlange in den Händen, versinnbildlicht dieses exquisite „Tödlein“ nicht nur die „ars moriendi“ in ihrer schönsten Form, sondern verweist gleichzeitig durch die Möglichkeit der Häutung auf das  Prinzip der Erneuerung und so letztendlich auf die Hoffnung auf Auferstehung.  

 

Malerei

Neben dieser musealen Seltenheit gilt es, auf zahlreiche andere Schönheiten aufmerksam zu machen: So finden sich im Bereich der Gemälde wunderbare Genredarstellungen, darunter „Der verschmähte Freier“ von Ludwig Vollmar (Ausrufnummer 2388, Limit 9.800 Euro), stimmungsvolle Winterbilder von Leonid Turshanski (Ausrufnummer 2405, Limit 3000 Euro), luftige italienische Landschaften von Johann Gottfried Steffan (Ausrufnummern 2437 bis 2443, Limite von 180 bis 380 Euro) sowie ein klassisches Sujet reitender Tscherkessen vor stimmungsvollem Abendrot von Franz Roubaud (Ausrufnummer 2414, Limit 19.800 Euro).

 

Moderne Kunst

Der stetig wachsende Bereich moderner Kunst wartet mit einigen bedeutenden Arbeiten von Jean Cocteau auf, dabei ein zartes Orpheus-Profil in Pastell (Ausrufnummer 2619, Limit 13.000) oder das Kostüm des Einhorns aus dem Ballettlibretto „La Dame à la Licorne“, welches 1953 in München uraufgeführt wurde (Ausrufnummer 2618, Limit 1.400 Euro).

 

Kunsthandwerk

Im Bereich des klassischen europäischen Kunsthandwerks ist die Silberschmiedekunst besonders prachtvoll vertreten. Nürnberger Deckelpokale (Ausrufnummer 1251, Limit 9.500) reihen sich an Augsburger Deckelhumpen (Ausrufnummer 1271, Limit 22.000 Euro) und werden von Schlesischen Prunkbechern (Ausrufnummer 1250, Limit 5.900 Euro), alle aus dem 17. oder frühen 18. Jahrhundert, opulent ergänzt.

 

Und wenn Sie auf der Suche nach einem aussagekräftigen Geschenk für Weihnachten sind – das Schmucksortiment mit 500 (!) Ausrufnummern lässt keine Wünsche offen…

 

Nutzen Sie also die Gelegenheit und besuchen Sie uns vom 20. bis 30. November, um die vielen Kunstwerke vor Ort zu bestaunen. Beachten Sie bitte unsere neuen Öffnungszeiten während der Vorbesichtigung (Montag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr). Die Auktion findet vom 2. bis 4. Dezember statt. Interessierte haben die Möglichkeit, per Post, Telefon, Fax oder Internet mitzubieten. Informationen und Abbildungen nahezu aller Objekte finden Sie unter www.zeller.de oder Sie kontaktieren uns in Pressefragen unter presse@zeller.de.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Kathrin Dünser

 

 

 

 

Es werden etwa 150 - 200 Ausrufnummern in einer Stunde versteigert.

 

 

Donnerstag, 2. Dezember 2010

ab 14:30 Uhr

Ausrufnummern von/bis

Alte Graphik und Ortsansichten

Bücher

1-62

63-671

Freitag, 3. Dezember 2010

ab 10:00 Uhr

Volkskunst und Devotionalien

Hinterglasbilder

Ikonen

Fayencen und Steinzeug

Model

Porzellan

Glas

Modernes Glas

Jugendstil und Art Déco

Ausgrabungen

Metalle

Münzen, Münzwaagen, Gewichtssätze

Waffen

481-533

534-549

550-565

566-588

589-608

609-716

717-729

730-738

739-789

790-821

822-888

889-931

932-946

Freitag, 3. Dezember 2010

ab 14:30 Uhr

Uhren

Miniaturen

Dosen und Vitrinenobjekte

Fächer

Elfenbeinschnitzereien und Netsuke

Afrikanische Stammeskunst

Silber

947-1014

1015-1028

1029-1081

1082-1126

1127-1160

1161-1243

1244-1395

Fraitag, 3. Dezember 2010

ab 18:30 Uhr

 

Schmuck und Juwelen

1396-1865

Samstag, 4. Dezember 2010

ab 10:00 Uhr

Varia

Textilien

Spielzeug

Paperweights

Kassetten und Schatullen

Möbel und Einrichtung

Teppiche

1866-1968

1969-2005

2006-2030

2031-2080

2081-2098

2099-2280

2281-2355

Samstag, 4. Dezember 2010

ab 14.30 Uhr

 

Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen

Moderne Kunst und Gemälde

Bronzen, Skulpturen, Werke der Bildhauerkunst

Buddhas und Tempelfiguren

Asiatische Bronzen

Asiatische Porzellane

Asiatisches Kunsthandwerk

2360-2552

2553-2872

2873-2919

2920-2930

2931-2936

2937-2949

2950-2982

 

 

Pressekontakt: Mag. Kathrin Dünser. Tel 0049 / 8382 / 93 02 0. E-Mail. presse@zeller.de

Der Abdruck dieses Pressetextes ist selbstverständlich honorarfrei. Im Falle des Abdrucks unserer Informationen erbitten wir die Zusendung eines Belegexemplars.

 
 
 

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