Auktion 123 November 2014

Memento Mori.












Auktion: Auktion 123 November 2014
Sachgebiet:123Kunstkammerobjekte
Ausrufnummer:2683
Ausrufpreis:18500 Euro

Info:
Memento Mori. Der Tod in Gestalt eines Skelettes, bekleidet mit wallendem Umhang, Halskrause und breitkrempigem Hut, in der Hand eine Lanze haltend. In eleganter Pose mit angewinkeltem rechtem Bein und erhobener linker Hand. Den Kopf leicht zur Seite geneigt. Vollplastische, meisterlich skulptierte Kombinationsfigur, die Körperteile aus Elfenbein (Zeigefinger fehlen), die Kleidung aus Obstholz. Runder gedrechselter Plinthensockel der Zeit aus Holz und Elfenbein mit Teilvergoldung. Wohl Matthias Kolb. Süddeutsch, 2. Drittel 18. Jh. Gesamthöhe 27 cm.Das Tödlein als Memento Mori war fester Bestandteil fürstlicher Kunst- und Wunderkammern und sollte den Betrachter an die Endlichkeit des Seins erinnern. Die Spielart der sog. Kombinationsfigur tauchte im frühen 18. Jahrhundert auf. Populärster Vertreter war der in Südtirol geborene Simon Troger, der ab 1730 in München lebte und für den Fürstenhof tätig war. Beliebt und verbreitet waren die Figuren von Bettlern, Handwerkern, Musikanten sowie biblische und mythologische Themen.Neben Troger schuf sein Zeitgenosse Matthias Kolb Werke von hervorragender Qualität. Über das Leben des Künstlers ist wenig bekannt. Es wird angenommen, dass er in Augsburg tätig war. Die Kombinationsfiguren Kolbs sind denen Trogers so ähnlich, dass eine Zusammenarbeit angenommen werden kann. Bei Kolbs Figuren überwiegt der Holzanteil. Auch die Art der Drapierung des bodenlangen, den Rücken der Figur vollständig verhüllenden Mantels weist auf eine Urheberschaft Kolbs hin. Auch das die Brust bedeckende Quertuch ist bei Kolb häufig zu finden.Äußerst selten und museal!

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