Auktion 124 April 2015

Nessus, vom Pfeil des Herkules getroffen.


















Auktion: Auktion 124 April 2015
Sachgebiet:124Bronzen, Skulpturen, Werke der Bildhauerkunst
Ausrufnummer:1565
Ausrufpreis:68000 Euro

Info:
Nessus, vom Pfeil des Herkules getroffen. Auf einer naturalistisch gestalteten Bodenplatte mit Steinen und Pflanzen der Kentaur auf der Hinterhand stehend, den tödlichen Pfeil im Rücken. Die rechte Hand über den Kopf erhoben, die Linke greift nach unten. Ausdrucksvoll gestaltetes Gesicht mit geöffnetem Mund. Die fein modellierte Körperoberfläche mit naturgetreuer Wiedergabe der Muskeln und Sehnen steht im Kontrast zur schnurartigen Darstellung der Haartracht und des Pferdeschweifes, die wie ziseliert wirken. Ein am Boden liegender Ast, in dem ein weiterer Pfeil steckt, dient als Stütze der monumental anmutenden Elfenbeinskulptur. Getreppter Plinthensockel mit betonten Ecken. Ebenholz mit Elfenbeineinlagen. Figurenhöhe 25 cm. Sockel 36,5 x 19,5 cm. Gesamthöhe 31 cm. Wien, um 1660-70. Museales Objekt in bester Erhaltung!Während mittelalterliche Skulpturen vorwiegend religiösen Inhalts waren, bedienen sich die Elfenbeinschnitzer der Barockzeit nun weltlicher und mythologischer Thematik. Die Geschichte des Kentaurs Nessus, der von Herkules mit einem Pfeil getötet wird und durch dessen List selbst zu Tode kommt, wird bereits 1542 in einem Stich von Hans Sebald Beham erzählt. Die virtuose Ausführung der vorliegenden Skulptur - insbesondere die Behandlung von Gesicht und Haar - lässt an eine Urheberschaft in der Nähe des Meisters der Sebastian-Martyrien oder des einer Konstanzer Bildhauerfamilie entstammenden Johann Caspar Schenck denken. Lit.: Elfenbein. Barocke Pracht am Wiener Hof. Liebighaus Frankfurt, 2011

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