Auktion 126 September 2015

Otto Pankok












Auktion: Auktion 126 September 2015
Sachgebiet:126Moderne und Zeitgenössische Kunst
Ausrufnummer:1425
Ausrufpreis:1900 Euro

Info:
Otto Pankok. 1893 Mühlheim/Ruhr - 1966 Wesel. Nach Entlassung aus dem Militärdienst Wohnsitznahme 1919 in Düsseldorf, wo er Mitglied der Künstlergruppe 'Junges Rheinland' wird. Seine Arbeiten gelten als 'entartet'. Ab 1947 Professur an der Düsseldorfer Akademie. In der Pl. monogr. Handsign. und (19)32 dat. 'Geisa, kleiner Kopf'. Radierung/feines Bütten (mit dem Wasserzeichen G IMPERATO). (Bl. min. altersspurig, kl. Stockfl.) Pl. ca. 28,5 x 24,5 cm.
Literatur: Rolf Jäger, 'Otto Pankok. Werkverzeichnis (Bd. 2). Die Radierungen', Düsseldorf 1990, S. 146 sowie vgl. Abb. in Rainer Zimmermann, 'Die Kunst der verschollenen Generation. Deutsche Malerei des Expressiven Realismus von 1925 bis 1975', Düsseldorf/Wien 1980, S. 244. Provenienz: Aus einer deutschen Privatsammlung

Zeit seines künstlerischen Schaffens widmet sich Pankok den Menschen am Rande der Gesellschaft. Von 1931-34 richtet sich der Künstler ein Atelier im Heinefeld ein, der Obdach- und Arbeitslosensiedlung Düsseldorfs, wo viele Sinti und Roma leben, mit denen er freundschaflich verbunden ist. Die vorliegende Radierung zeigt Gaisa, ein Sinti-Mädchen, das nach Abbruch der Siedlung 1935 ins Konzentrationslager nach Ausschwitz deportiert wird und dieses überlebt.

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