Auktion 126 September 2015












Auktion: Auktion 126 September 2015
Sachgebiet:126Moderne und Zeitgenössische Kunst
Ausrufnummer:1423
Ausrufpreis:700 Euro

Info:
Wilhelm Rudolph. 1889 Hilbersdorf/Chemnitz - 1982 Dresden. Studium an der Kunstakademie Dresden bei Robert Sterl und Carl Bantzer (Meisterschüler). Ab 1932 Professor ebendort. 1937 Diffamierung seiner Kunstwerke als 'entartet', Ausstellungs- und Berufsverbot. Handsign. und bez. 'Handabruck'. 'Zöllnerstraße (Dresden)'. Um 1945/46. Hozschnitt/festes Japanbütten. Stock 49,3 x 63,9 cm. Literatur: Abb. in 'Wilhelm Rudolph. Dresden 45. Holzschnitte und Federzeichnungen', Leipzig 1983, S. 58. Provenienz: Aus einer deutschen Privatsammlung

Das Bombardement Dresdens 1945 ist für Rudolph sowohl eine für die eigene Existenz bedrohliche Erfahrung als auch ein werkprägendes Ereignis. Die Mehrheit seiner Arbeiten lassen sich nicht aus dem brennenden Atelier retten. Vorübergehenden Schutz findet er in Notunterkünften. Es folgt eine intensive Auseinandersetzung im Medium der Graphik mit seiner in Trümmer liegenden Heimatstadt, die in den expressiven Werkkomplex 'Das zerstörte Dresden' mündet. Zu dieser umfangreichen Folge, die als Hauptwerk Rudolphs gilt, zählt das vorliegende Blatt. Dieses dokumentiert die ruinösen Gebäude der Zöllnerstraße in Dresden-Johannstadt, die wie geschändete Glieder eines menschlichen Körpers in den Himmel ragen.

Abkürzungsverzeichnis

Gebot: